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Um die Wartezeiten für Sie und Ihr Tier so kurz wie möglich zu halten, vergeben wir Termine nur nach telefonischer Vereinbarung.

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Termine außerhalb unserer Sprechzeiten sind nach Vereinbarung möglich. Die aktuelle Notfallnummer außerhalb unseres Praxisbetriebes erfahren Sie auf unserem Anrufbeantworter.


TIERÄRZTLICHE PRAXIS
MÜLLER • NEUMANN
  Head. Marketing-Partner

DER TIERARZT FÜR
IHRE VÖGEL / IHRE PAPAGEIEN

Diagnostik und Therapie gehören zu den wichtigsten Bereichen der Medizin. So werden diagnostische Maßnahmen sowohl bei Vorsorgeuntersuchungen als auch für die Ursachenfindung im Krankheitsfalle durchgeführt. Je nach Befund sind im Anschluss therapeutische Maßnahmen festzulegen, um die Gesundheit des Tieres wieder herzustellen bzw. zu erhalten.

Mikroskop2

Diagnostik

Allgemeine Untersuchung

Bei der allgemeinen Untersuchung wird eine adspektorische (d.h. optische) sowie palpatorische (d.h. tastende) Begutachtung durchgeführt.
Ebenso wir die Vorgeschichte des Tieres mit dem Besitzer besprochen. Bereits vor dem Herausnehmen des Tieres für die Untersuchung werden das Befinden und Verhalten eingeschätzt. In der Hand wird schließlich die genauere Untersuchung Auskunft über eventuelle Auffälligkeiten geben.

Untersuchung Torakus

Allgemeine Untersuchung eines Turakos

Mikrobiologie

Bei der Mikrobiologie wird das Vorhandensein von Bakterien und Pilzen genauer untersucht. Dazu werden Tupferproben je nach Fragestellung von verschiedenen Bereichen des Vogels entnommen. Klassische Stellen sind Rachen, Kropf und Kloake. Die gewonnenen Proben werden anschließend auf unterschiedliche Nährböden aufgetragen und im Wärmeschrank inkubiert. Anschließend erfolgt eine Auswertung mit Beurteilung der gewachsenen Keime. Bei Bedarf wird für eine anstehende antibiotische Behandlung ein Resistenztest durchgeführt, um das passende Antibiotikum für den individuellen Fall zu ermitteln.

mikrobiologie-papageien

tupferprobeentnahmeTupferprobenentnahmen aus dem Kropf eines jungen Papageienkükens

Röntgen

Auf der Röntgenbildaufnahme kann man die Knochen und inneren Organe des Vogels beurteilen. Man sieht die Größe und Dichte der jeweiligen Strukturen und kann beurteilen, ob dies mit dem Bild eines gesunden Vogels übereinstimmt oder ob man für die jeweilige Fragestellung typische Anzeichen findet (z.B. Bruch bei Frakturverdacht oder Ei bei Verdacht auf Legenot). Bei unklaren Befunden kann ein Kontraströntgen zur besseren Abgrenzbarkeit des Magen-Darm-Traktes und damit zur Diagnosesicherung beitragen.

Ein weiterer Vorteil des Röntgenbildes ist die deutliche Sichtbarkeit von metallischen Fremdkörpern. Bei Verdacht, ist hier das Röntgenbild ebenfalls Diagnostikum der Wahl.

Roentgen
Röntgen eines Palmkakadus

roentgenbild aranobilis cumanensis

Röntgen eines Palmkakadus

Blutuntersuchung

Die Untersuchung des Blutes kann sehr hilfreiche Informationen über den aktuellen Gesundheitsstatus des Vogels liefern. In der Blutchemie werden vor allem die einzelnen Parameter der Organe beurteilt, um so einen Eindruck von deren Funktionalität zu gewinnen. In der Hämatologie werden die Blutzellen selbst begutachtet. Hier finden sich z.B. Hinweise auf vorliegende Entzündungsreaktionen und ob diese chronischen oder akuten Charakter haben. Mit diesen Informationen kann man die Gesundheit im Rahmen von Routinekontrollen und Ankaufsuntersuchungen einschätzen oder bei Vorliegen von Erkrankungen wertvolle Informationen auf die Ursache und/oder den Schweregrad der Erkrankung erhalten.

blutzelle
Für die Auswertung der Blutzellen werden
diese auf einem Deckglas zur genauen
Beurteilung speziell gefärbt.

handaufzuchtBlutentnahme bei einem Inkakakadu zum alljährlichen Gesundheits-Check

Endoskopie

Die Endoskopie hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Verfahren in der Vogel- und Reptilienmedizin entwickelt. Sie bietet gerade bei Exoten vielfältige Einsatzmöglichkeiten wie Geschlechtsbestimmung, Chirurgie, Diagnostik und die Entnahmen von Probenmaterial -sogenannten Biopsien- zur weiteren Untersuchung innerer Organe.

Hoden Papagei
Endoskopische Sicht auf den inaktiven Hoden
eines Graupapageien

endoskopieTierarzt Heiner Müller bei der Endoskopie eines Spixara in AWWP, Qatar

Parasitologie

Parasiten können in der Vogelhaltung eine wichtige Rolle spielen. Hierbei unterscheidet man zwischen Ektoparasiten (Äußerlich des Tieres lebende Parasiten) und Endoparasiten (v.a. innerhalb des Tieres lebende Parasiten). Diese können den Gesundheitszustand des Tieres je nach Befallsgrad erheblich beeinflussen. Parasitologische Untersuchungen werden je nach Aufenthaltsort der Parasiten entweder durch äußere Betrachtung der Tiere (z.B. bei Milbenverdacht) oder per Anreicherungsverfahren wie zum Beispiel der Flotation bei Kotproben (v.a. bei Verdacht von Wurm- und Kokkzidienbefall) durchgeführt. Auch Nativtupfer wie sie zum Nachweis von Trichomonaden bei Tauben und Wellensittichen durchgeführt werden gehören in das Feld der Parasitologie.

milbe
Milben können meist schon mit bloßem Auge
als kleine Punkte erkannt werden.
Mikroskopisch ist die Diagnose dann eindeutig.

parasiten-papageien-mikroskop

Fast alle parasitolgischen Proben müssen mittels Mikroskop untersucht werden. Hier erfolgt die Auswertung mittels HD-Kamera am Bildschirm.

Virologie

Im Bereich der Vogelhaltung kennt man verschiedene virale Erkrankungen. Die geläufigsten in der Ziervogelhaltung sind Circovirus (PBFD oder Schnabel- und Federkrankheit), Polyomavirus (Französische Mauser), Bornavirus (Beteiligung an der Drüsenmagendilatation oder PDD) etc. Gerade bei Neuzugängen ist es sehr sinnvoll, den Infektionsstatus vor Integration des Tieres in den vorhandenen Bestand/Partner zu ermitteln.

virologie proben papageien

Federn, Blut- und Tupferproben werden in der Vogelmedizin häufig für die Virusdiagnostik verwendet.

Therapie

Nach gestellter Diagnose sind je nach Fall therapeutische Maßnahmen nötig, um die Gesundheit des Vogels wieder herzustellen. Dies kann vom Besitzer selbst zuhause oder auch stationär erfolgen. Während Therapien mit oraler Medikamenteneingabe für den Besitzer in den meisten Fällen leicht selbst umzusetzen ist, werden Behandlungen mit Infusionen und bei stark beeinträchtigtem Allgemeinbefinden meist stationär durchgeführt. In besonders lebensbedrohlichen Notfällen ist die Unterbringung in einer „Notfallbox“ oft die einzige Möglichkeit, das Tier zu retten.

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Hyazinthara während stationärem Aufenthalt

Die Behandlung Zuhause

Die einfachsten Behandlungsarten für die Umsetzung durch den Besitzer selbst ist die orale Eingabe von Medikamenten sowie die Behandlung über das Trinkwasser. Dabei spielt die Zutraulichkeit des Tieres eine erhebliche Rolle. Je zahmer der Vogel ist, desto einfacher gestaltet sich die orale Eingabe. In manchen Fällen kann das Medikament sogar über dem Vogel bekannte „Leckereien“ verabreicht werden, ohne dass er etwas von der Medikamentengabe mitbekommt. Eine Therapie über das Trinkwasser ist ebenfalls in einigen Fällen möglich. Hier ist jedoch die individuelle Vorgehensweise genau mit dem Tierarzt zu besprechen, damit der Vogel auch ausreichende Mengen des Wirkstoffes zu sich nimmt.

Stationäre Bahandlung

Für die stationäre Behandlung von Vögeln haben wir in unserer Praxis für jeden Fall entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten. So können wir die Tiere ihrer Größe, ihrem Infektionsstatus und dem Schweregrad der Erkrankung entsprechend unterbringen. Eine Behandlung durch das Praxisteam gewährleistet eine fachmännische Medikamentenapplikation und ständige Kontrolle des Tieres. Bei Bedarf kann sofort tierärztlich reagiert und gehandelt werden. Über den aktuellen Gesundheitszustand können sie sich täglich bei uns erkundigen und die aktuelle Vorgehensweise besprechen.

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Teilansicht der Vogelstation des Exotengesundheitsteams

Notfalltherapie

In schwerwiegenden Notfallsituationen ist eine spezielle, der Situation angepasste Unterbringung unumgänglich. Um diese Ansprüche zu erfüllen, können die Vögel in unserer Praxis notfallgerecht untergebracht um eine entsprechende Versorgung gewährleistet werden. Hier sind unter anderem Maßnahmen wie Sauerstoffbox, Wärmebox, Wärmestrahlung, Dauerinfusion, künstliche Ernährung etc. zu nennen. Selbstverständlich können auch in diesen Fällen die täglichen Fortschritte und Vorgehensweisen mit unserem Praxisteam telefonisch besprochen werden.

notfallversorgung papagei

Ein Graupapagei mit Dauerinfusion und Wärmestrahler. Hier kann sich der Vogel im Gegensatz zur überall gleichtemperierten Wärmebox den für Ihn angenehmsten Temperaturbereich selbst wählen.