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TIERÄRZTLICHE PRAXIS
MÜLLER • NEUMANN
  Head. Marketing-Partner

Aktuelles

Großer Vorwärtstrend in der Spixarazucht mit aktueller Rekordsaison..

2015 schlüpften in Al Wabra 16 Spixaras

Für viele Jahre schritt das Spixara-Erhaltungszuchtprojekt nur mit geringer jährlicher Nachwuchsrate voran. Die Gesamtpopulation wuchs nur langsam und die Genetik war einer der Gründe für die hohen Fruchtbarkeitsprobleme. Da die Küken nur von wenigen züchtenden Paaren abstammten verschlechterte sich die Genetik zunehmend. Der Nachzuchtrekord in ALWABRA innerhalb einer Brutsaison lag bei 7 Jungtieren.

Dieses Jahr konnte nach vielen Jahren intensiver Forschung im Bereich der Reproduktionsmedizin endlich eine Kehrtwende geschafft werden.

Rekordsaison-2015-1 Rekordsaison-2015-2

Das mit den Tieren vor Ort in ALWABRA arbeitende Spix-Team (Al Wabra-Team und das Exotengesundheitsteam) ist sehr stolz, unglaubliche 16 Jungtiere aus der Zuchtsaison 2015 präsentieren zu können.

Mit der Verdopplung der bisherigen Rekordsaison konnten wir die Spixara-Gesamtpopulation in einem Jahr um 10% vergrößern. Dies gibt Anlass zur Hoffnung, die Anzahl der Tiere künftig stetig zu erhöhen und sie damit vielleicht bald wieder in ihrem natürlichen Habitat fliegen zu sehen.

Nach vielen Jahren Reproduktionsforschung und damit einhergehender Änderungen und Verfeinerungen der angewandten Techniken und Vorgehensweisen konnte endlich im Jahr 2015 eine Kehrtwende eingeläutet werden. Zurückliegende Forschungen im Bereich der Stress- und Reproduktionshormone sowie der Eianalysetechnik erlaubte einen näheren Insiderblick auf die Ursachen der niedrigen Reproduktionsrate. All dieses Wissen kombiniert mit den von den Tierärzten Daniel Neumann und Heiner Müller vom EXOTENGESUNDHEITSTEAM speziell neu entwickelten Techniken im Bereich der künstlichen Besamung bei Spixaras hat uns nicht nur eine hervorragende Brutsaison beschert, die alle Bisherigen in den Schatten stellt sondern trug auch dazu bei, Jungtiere von Individuen zu erhalten, die sich bisher nicht reproduziert haben und damit deren Gene für die Gesamtpopulation verloren waren.

Die Durchführung dieser Forschungsarbeiten ist bereits sehr  spannend und aufregend aber die größte Belohnung ist es, die positiven Veränderungen sofort mit eigenen Augen zu sehen.
In der 2015er Brutsaison gelang die Zucht von 16 Spixaras. Damit konnte der bisherige Rekord in Al Wabra mehr als verdoppelt und die bisher höchste Nachzuchtrate von Spixaras innerhalb eines Jahres überhaupt erreicht werden. Zählt man die 4  Jungtiere des ACTP in Deutschland dazu, erreicht man damit eine Gesamtzahl von 20 Nachzuchten für das bisherige Jahr 2015. Die Spixara- Zuchtstation in Brasilien (NEST) konnte 2014 erstmals Nachzuchten von den dort befindlichen Spixaras erhalten. Da die dortige Brutsaison noch bevorsteht könnte sich die Jungtierzahl der Spixaras für das Jahr 2015 noch erhöhen.

ALWABRA, das EXOTENGESUNDHEITSTEAM und die anderen Kooperationspartner haben noch einige weitere Ideen und Forschungsansätze mit denen die aktuell verwendete Technik weiter verfeinert und ausgebaut werden kann. Wir hoffen damit die Nachzuchtraten in den folgenden Jahren stets zu erhöhen. Wenn der Erfolg der Saison 2015 weiter anhält und eventuell sogar weiter ausgebaut werden kann, gibt dies der Gesamtpopulation einen massiven Schub als auch eine gute Basis für die geplante Wiederansiedlung im natürlichen Habitat mit zusätzlichen jährlichen Auswilderungen von weiteren Spixaras zur Stärkung der bereits in Freiheit befindlichen Population.

Al Wabra bedankt sich bei allen vorigen und aktuellen Kooperationspartnern; über die letzten 14 Jahre wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um eine teilweise erkrankte und genetisch schwache Population auf den heutigen Stand zu bringen. Die Spixaras sind mit den aktuellen Ergebnissen noch nicht komplett „auf der sicheren Seite“ aber das Licht am Ende des Tunnels wird zunehmens größer, was für die beteiligten Kooperationspartner ein guter Grund zur Freude ist. Das Team der  Weill Cornell Medical College’s Genetics Core Laboratories in Katar sequenziert derzeit das komplette Spixara- Genom. Wir hoffen, dass damit die Forschungen um die Spixaras in die nächste Runde gehen und den bedrohten Vögeln weiter helfen wird, ihren Bestand zu vergrößern. Die Tiere in Al Wabra wurden bereits vollständig sequenziert, mit Erhalt der Proben aus Brasilien von Prof. Cristina Miyaki von der Universität von Sao Paulo sowie Blutproben von ACTP in Deutschland wird die Genomsequenzierung die Gesamtpopulation der Spixara-Erhaltungszuchtprojektes enthalten.

Wir sind zuversichtlich, dass die in Brasilien durchgeführten in-situ-Arbeiten mit Unterstützung von SAVE Brazil dazu führen werden das natürliche Habitat wieder herzustellen und die lokale Bevölkerung aufzuklären, um die erfolgreiche Auswilderung der Spixaras vorzubereiten. Wir hoffen, dass es ICMBio und seinen Partnern in Brasilien gelingt, dieses Areal ausreichend zu schützen um weitere Bedrohungen sowie Wilderei in dieser Region zu unterbinden.

Aufgrund der unglaublichen Resultate von 2015 sind wir hochzufrieden. Zu bedauern ist jedoch, dass der Ende letzten Jahres verstorbene Sheik Saoud Al Thani - ohne den Dieses Alles nicht möglich gewesen wäre -  diese Erfolge nach all den unternommenen Anstrengungen nicht mehr selbst erleben kann. Wir freuen uns sehr über die diesjährige Zuchtsaison und hoffen, dass es auf diesem Wege auch künftig weitergeht -  ganz im Sinne von Sheikh Saoud bin Mohamed bin Ali Al Thani.

Nun, da die Kinder von Sheik Saoud –Sheik Hamad und Sheika Sara al Thani -  die Führung von ALWABRA und seinen Projekten übernommen haben, freuen wir uns über deren guten Start in diese verantwortungsvolle Aufgabe, dass sie diese Arbeit weiter unterstützen und wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg um die Träume ihres Vaters wahr werden zu lassen.

Dr Cromwell Purchase
Direktor and Blue macaw captive coordinator der Al Wabra Wildlife Preservation, Katar.

Dr. Heiner Müller und Daniel Neumann
EXOTENGESUNDHEITSTEAM, Deutschland